Was ist Homöopathie

Die Homöopathie ist eine vom deutschen Arzt F. S. HAHNEMANN 1796 eingeführte arzneiliche Therapiemethode, nach welcher nur Mittel zur Heilung von Krankheiten gebraucht werden, deren Wirkungen auf den Organismus vorher durch Prüfung an gesunden Menschen erforscht worden sind. Diese Arzneien werden nach dem sog. Ähnlichkeitsgesetz "Similia similibus curentur" angewandt, d. h. es wird in jedem Krankheitsfalle dasjenige Mittel gewählt, welches in der Arzneimittelprüfung eine Reihe krankhafter Erscheinungen (Symptome). hervorgebracht hat, die denen des vorliegenden Krankheitsfalles möglichst ähnlich sind. Die homöopathischen Medikamente werden in kleinsten Dosen (und nur immer ein einziges Mittel auf einmal) gegeben. Die folgenden Prinzipien liegen der Homöopathie zugrunde:
  • Ähnlichkeitsgesetz (Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt) 
  • Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen 
  • Verschreibung eines einzigen Mittels zu einem Zeitpunkt (keine Komplexmittel) 
  • Kleinste Dosis 
Anders als in der konventionellen Medizin steht nicht eine bestimmte Krankheit im Mittelpunkt des Interesses, wie Migräne oder Grippe, sondern der Mensch als Ganzes mit seinem Krankheitserleben. Krankheit ist nach Auffassung der Homöopathie in ihrem Wesen nicht erkennbar, sondern eine Störung der Lebenskraft, die den ganzen Menschen erfasst. Fieber, Schmerz etc. sind lediglich Zeichen, Symptome dieser Störung.

Ein Mensch gilt als gesund, wenn sein Organismus mit der Gesamtheit seiner Empfindungen und Reaktionen in einem harmonischen Gleichgewicht ist, das den Organismus befähigt, auf krankmachende Reize der Umwelt ausgleichend zu reagieren.

Das Ziel der homöopathischen Behandlung besteht darin, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.

Mit der Ähnlichkeitsregel, die besagt, dass eine Krankheit von dem Mittel geheilt wird, das bei einem Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorruft, hatte HAHNEMANN die Grundlage für eine neue, wirksame Therapieform gefunden.

Er machte nun die Beobachtung, dass eine Arznei zwei Wirkungen zeigt, eine Erst- und eine Zweitwirkung.

Die Erstwirkung ist der Einfluss der Arznei auf den Organismus, die Störung, welche durch diese hervorgerufen wird; die Zweitwirkung ist dann die Reaktion der Lebenskraft auf diese Störung.

Daraus ergibt sich nun die Erklärung für die Ähnlichkeitsregel: Wenn einem Kranken eine Arznei verabreicht wird, welche fähig ist, bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorzurufen, wie sie in der Krankheit bestehen, so wird die Lebenskraft in der Zweitwirkung angeregt, sich gegen diese Symptome zu wehren, und die Krankheit wird geheilt (schnell, sanft, sicher und dauerhaft).

Die Homöopathie ist also eine arzneiliche Regulationstherapie, welche die Selbstheilungskräfte des Organismus anregt.

 
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